Kleingärten

Der Kleingarten, auch Schrebergarten, Heimgarten oder Familiengarten genannt, liegt in einer Anlage von Grundstücken, die von kleinen Vereinen, dem sogenannten Kleingärtnerverein, verwaltet werden.
 Die Flächen oder Gärten werden günstig an die Mitglieder verpachtet. Diese Anlagen werden auch als Garten oder Laubenkolonien bezeichnet. Wer einen Kleingarten mit einer Laube hat, wird scherzhaft als Laubenpieper bezeichnet.
 Stadtbewohnern sollen die Kleingärten Erholung bieten und es ihnen ermöglichen, selber Obst und Gemüse anzubauen. Wenn die Erholung im Vordergrund steht, gibt es dort wunderschöne Zierpflanzen und Rasenflächen.
 Für Recht und Ordnung sorgt die Kleingartenordnung, auch Satzung genannt. Da sich auf jedem Grundstück eine Laube befindet und nicht jeder so bauen und machen darf, was er will, treten diese Satzungen in Kraft!
 Eine bessere Lebensqualität für die Allgemeinheit entsteht in den Städten durch die Kleingärten, weil sie Lärmverringerung, Staubbindung, Durchgrünung, Auflockerung der Bebauung, Biotop- und Artenschutz, Lebensraumvernetzung und klimatische Auswirkungen haben.
 Die Kleingärten bieten eine sinnvolle Beschäftigung, denn dort kann man sich gärtnerisch betätigen und erzielt gesundes Gemüse durch preiswerte Züchtung. Ein zusätzliches Erlebnis bieten das Säen, Wachsen, Gedeihen und das Ernten vom gesunden Gemüse und der direkte Kontakt mit der Natur.
 Da in der Stadt oft Spielplätze fehlen, bieten die Kleingärten für Kinder und Jugendliche Spiel- und Kommunikationsfelder, Erlebnisräume in der Natur, Wahrnehmung ihrer natürlichen Zusammenhänge und den direkten Anschauungsunterricht in Biologie.
 Um dem Alltagsstress zu entfliehen, bieten die Kleingärten die ideale Alternative. Die Kleingärten bieten viele Vorteile für Senioren und Menschen mit Behinderungen, denn dort können diese am Vereinsleben teilnehmen und führen viele Gespräche durch die Zusammenführung vieler verschiedener Menschen mit den gleichen Interessen. In den Kleingartenanlagen gibt es ein Vereinsheim, dort finden die Vereinssitzungen statt. Oftmals befindet sich dort eine kleine Gastwirtschaft, die manchmal Vereinsfremden zugänglich ist.
 Eine wichtige Rolle bei Kleingärtnern spielen der Natur- und Umweltschutz, denn sie nutzen zum Bewässern das aufgefangene Regenwasser und kompostieren ihre Gartenabfälle. Mittlerweile baut jeder zweite biologisch sein Obst und Gemüse an, sie verzichten dabei auf Kunstdünger und lehnen chemische Schädlingsbekämpfung ab.

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