Teilnahme an einer Studie

Digitale Teilhabe in Nordrhein-Westfalen – Der Einfluss der Digitalisierung auf gesellschaftliche Inklusion einkommensarmer Haushalte

Die Studie wurde durch das Otto-Blume-Institut für Sozialforschung und Gesellschaftspolitik (ISG) im Auftrag des Ministeriums für Arbeit, Gesundheit und Soziales Nordrhein-Westfalen (MAGS) durchgeführt. Die VHS Höxter-Marienmünster wurde zur Teilnahme angefragt, da in der AGH die Teilnehmer sind, die die Studie in den Fokus nehmen möchte.

In der Studie wurden die Bedingungen digitaler Teilhabe von Armutsbetroffenen in Nordrhein-Westfalen (NRW) systematisch analysiert. Dabei wurden materielle Voraussetzungen wie Internetzugang und Endgeräteausstattung ebenso berücksichtigt wie digitale Kompetenzen, Nutzungsmuster sowie die Anforderungen, die digitale Dienstleistungen insbesondere an Armutsbetroffene stellen. Ein Mitarbeiter der Studiengruppe war vor Ort und hat Interviews mit der stellvertretenden VHS-Leitung, mit der Lehrgangsleitung und mit ausgewählten Teilnehmenden geführt. Die Ergebnisse der Studie sind hier abzurufen:
https://www.isg-institut.de/wissenschaftliche-expertise-digitale-teilhabe-von-armutsbetroffenen-in-nrw/

  • Zentrale Ergebnisse
  • Die vorliegende Studie zeigt, dass digitale Teilhabe für Armutsbetroffene in Nordrhein-Westfalen zunehmend eine zentrale Voraussetzung gesellschaftlicher Teilhabe darstellt. Digitale Zugangswege prägen zentrale Lebensbereiche wie Verwaltung, Existenzsicherung, Arbeitsmarkt, Bildung, Mobilität und Gesundheit und setzen eine digitale Mindestausstattung sowie grundlegende Kompetenzen voraus.
  • Gleichzeitig wird deutlich, dass diese Voraussetzungen in einkommensarmen Lebenslagen nicht durchgängig verlässlich gegeben sind. Einschränkungen betreffen sowohl die Verfügbarkeit und Stabilität von Internetzugängen als auch die Qualität und Leistungsfähigkeit vorhandener Endgeräte.
  • Digitale Kompetenzen sind in der Gruppe der Armutsbetroffenen heterogen ausgeprägt. Schwierigkeiten bei der Nutzung digitaler Angebote treten insbesondere dort auf, wo digitale Verfahren formalisiert sind und spezifische Anforderungen an Kommunikation, Dokumentenmanagement oder Identifikationsprozesse stellen.
  • Digitale Exklusion entsteht dabei aus dem Zusammenwirken materieller Ressourcen, kompetenzbezogener Anforderungen und institutioneller Verfahrensstrukturen.

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