Alte Grabsteine auf dem Friedhofwall

Ich möchte Ihnen jetzt erzählen über die alten Grabsteine auf dem ,,Alten Friedhof“ am Friedhofswall und über die alten Grabsteine auf dem ,,Friedhof Am Wall“. Vor langen Zeiten, als der kleine Stadtpark am ,,Stadthaus am Petritor“ zwischen den Straßen an der ehemaligen Stadtmauer lag, ursprünglich ein städtischer Friedhof, der den Namen „Friedhofwall“ trug. In den Stadtmauerresten in der Unteren Mauerstraße können sie einen schmalen Durchgang bei dem ehemaligen ,,Totenhaus“ finden. Der Nebeneingang des Friedhofes, der Zentralle Eingang, der sich in der Nähe des Kriegerehrenmals aus dem Jahre 1926 an der Ecke der Westerbachstraße und Godelheimer Straße befand. Bis in die Mitte des 19. Jahrhunderts war das Gelände des ,,Alten Friedhofs“ ein Teil der städtischen Wallanlage. Von der Zeit des Späten Mittelalters bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts war der heutige kleine Stadtpark ein städtischer Begräbnisplatz für die Staatsbürger. Die Jüdische Gemeinde hatte einen eigenen Friedhof. Wie man es noch heute sieht, lag der Friedhof direkt an der Stadtmauer, aber außerhalb der Stadt. Ursprünglich wurden die Toten in Höxter direkt an den Stadtkirchen beigesetzt, deswegen hatte jede Kirche einen eigenen kleinen Friedhof, der für die Gemeindemitglieder geeignet war. Nach einer Zeit wurde der Platz an den Kirchen sehr knapp, deswegen wurde entschlossen, am westlichen Stadtrande zwischen der Stadtmauer und dem Erdwall einen neuen Begräbnisplatz zu schaffen. So entstand in der Vergangenheit der ,,Friedhofwall“.

     Auf dem Gelände des früheren „Friedhofwalls“ kann man noch heute mehrere Grabsteine sehen, die in den meisten Fällen stark vermoost sind und öfters mal wohnen von ihnen die Nachkommen nicht in Höxter, oder es gibt leider keine Verwandten der verstorbenen Person mehr. Alle erhaltenen Grabsteine sind aus Sandstein hergestellt, aber nicht alle auf ihnen aufgetragenen Inschriften kann man noch heute lesen. Paar Grabsteine stammen noch aus dem 17. oder 18. Jahrhundert. In größten Teilen wurde der Begräbnisplatz auf dem Friedhofwall schon im 19. Jahrhundert aufgegeben. Die jüngsten Begräbnisse wurden mit der Erlaubnis der Familie auf den neuen Friedhof am Wall (Unterm Ziegenberg 3.) verlegt. Heute ist der Friedhofwall ein städtisches Baudenkmal von Höxter.

Alter Friedhof am Friedhofwall. – (9. Juli 2026.)

Es ist für alle gut zu wissen, dass es in Höxter zwei historische sogenannte „Alte Friedhöfe“ gibt: den jüdischen Friedhof an der Gartenstraße und den ehemaligen städtischen Friedhof an dem Friedhofwall. Ich werde ihnen in meinem Artikel über die alten Grabsteine auf dem ehemaligen städtischen Friedhof am Friedhofwall. Die meisten Grabsteine, die noch erhalten geblieben sind, sind in einem schlechten, verwitterten Zustand. Der ehemalige Begräbnisplatz ist heute, wie ich schon früher erwähnt habe, ein Teil des Parks am Stadthaus. Ich versuche in meinem Artikel herauszufinden, wem dieser Grabstein gehörte. Dazu werden von mir Bilder von den Objekten präsentiert. Heute befindet sich zwischen der Straße ,,Hinter der Mauer“ und der Stadtmauer eine Erinnerungstafel, die darauf hinweist, dass dieser Platz in der Vergangenheit ein Friedhof der jüdischen Gemeinde war. Alle Gräber wurden dort entfernt und später wurden die Wohnhäuser errichtet. Ein Teil der alten Grabsteine auf dem Friedhof am Wall wird von mir auch in diesem Artikel beschrieben.

Höxter. Straße ,,Hinter der Mauer.“ – Erster jüdischer Friedhof, Teilansicht. (13.7.2026)

Im letzten Viertel des 18. Jahrhunderts wurde die Stadtmauer als Befestigungsanlage und in diesem Altstadtbereich, heute Straße ,,Hinter der Mauer“ wurde von der jüdischen Gemeinde mit Erlaubnis des Landesherrn der erste jüdische Friedhof in Höxter angelegt. Bis in das Jahr 1848 wurde hier ein jüdischer Begräbnisplatz ansässig, der dann wegen Platzmangel aufgegeben wurde. Bevor hier die ersten Häuser erbaut wurden, haben die zuständigen Behörden alle Gräben und Grabsteine vollständig entfernt und den Platz zur Bebauung freigegeben.

Fotogalerie mit kurzen Texten dazu über die alten Grabsteine auf dem Friedhofwall:

Übergangsbrücke, Stadtparkseite. – (10.7.2026)

Übergangsbrücke, Friedhofseite. (13.07.2026)

Diese Übergangsbrücke am städtischen Friedhof wurde im Jahre 1966 fertiggestellt. Der Teil an der Unteren Mauerstraße des ehemaligen Friedhofes ist aktuell von alten Grabplätzen frei und ist einfach ein Teil des kleinen Stadtparks am ,,Stadthaus am Petritor“. Paar Bilder des früheren Friedhofes am Friedhofwall und der Unteren Mauerstraße. 

Blick zur Westerbachstraße

Teilansicht Ehemaliges Totenhaus

Grabstein am Nebeneingang

Eh. Friedhof an der Unteren Mauerstraße

Ich möchte ihnen in meinem Artikel ein paar Fotos mit den alten Grabsteinen auf dem Alten Friedhof am Friedhofwall zum Anschauen präsentieren und mit den Namen auf den Grabsteinen, die noch heute zu lesen sind.

Wilhelm Eckardt

Auguste Aschoff

Hermann Aschoff

Ida Eckardt

Auf dem Alten Friedhof im Stadtpark an dem ,,Stadthaus am Petritor“ (Gebäude ,,B,,) steht ein altes Denkmal aus hellem Sandstein für alle gefallenen Höxteraner – die Bilder unten in der ersten Reihe, ganz links. Viele Grabsteine oder Grabmäler auf dem Friedhofwall sind in einem sehr schlechten Zustand und die Inschriften sind nicht mehr zu lesen und zu verstehen. Deswegen werden bei mir Bilder von Grabsteinen ohne dazu gehörigen Namen erscheinen.    

Friedrich Aschoff

Grabkreuz auf dem Grab der Familie Heitmann

Grabmal – Friederike Krekeler

Grabkreuz – Franz Groppe

Familie Wilhelm Haarmann

Ludwig Krekeler

Das sind Grabsteine auf dem Alten Friedhof auf dem Friedhofwall, die sich in einem maroden Zustand befinden. Auf den Steinflächen stehen keine Inschriften oder auf einem Grabstein (das linke obere Bild) kann man das Geschriebene schon nicht lesen. Es lässt mich vermuten, dass die Grabsteine schon sehr alt sind. Ich vermute, das sind die ältesten Gräber auf diesem städtischen ,,Alten Friedhof“. Und ich denke, dass diese Grabsteine nie in Zukunft restauriert oder gesäubert werden. Sie zerfallen langsam weiter, bis sie einfach verschwinden. Es gibt niemanden in Höxter oder in anderen Orten der Bundesrepublik, der sich weiter um diese Grabsteine kümmern und sie pflegen wird.

Grabmal Familie Kahlfuß

Grabmal von Fritz Oppermann

Grab Christinne Krekeler

Auf dem Alten Friedhof am Friedhofwall und auch auf dem Friedhof Am Wall befinden sich auch noch ein paar alte, marode Grabsteine, bei denen es keine erhaltenen oder für mich nicht lesbaren Inschriften gibt. Diese Fotos sind unten:

Grabmal Familie Varendorff

Grabstein – Carl Moellinger

Grabmal, Familie Dormann

Alte Grabsteine und Grabmale auf dem Friedhof Am Wall, die noch erhalten geblieben sind.

Grabkreuz – Auguste Petri

Kreuz Hermann Petri

Familie Heitmann

Wilhelm Schrader

Heinrich, Hermine und Paule Krekeler

Grabstein Otto Koller

Grabstein Martha Koller

Grabstein Familie Scheffer

Grabstein – Familie von Bert Henze

Louis Hottensen

Zu der Abwechslung wollte ich Ihnen noch Bilder von dem alten Friedhof am Friedhofwall, heute Stadtpark am Stadthaus am Petritor, zeigen. Unten ganz links befindet sich ein Bild mit dem Grabkreuz von Franz Thediek. Dieses Grabkreuz ist das einzige auf dem ehemaligen Friedhofsgelände an der Unteren Mauerstraße. Diese Grabkreuze sind ungepflegt.

Grabkreuz Franz Thediek

Grabmal der Frau Driken

 Heinrich und Justine Krekeler 

Nächste Bilder sind von mir gemacht, von alten Grabsteinen und Grabmalen auf dem städtischen Friedhof Am Wall, Unterm Ziegenberg 3 in Höxter.

Grabmal der Familie Laureck

Grabmal ohne lesbare Inschrift

Grabmal von Friedrich Freiherr von Wolff-Metternich

Grabmal von Franz Faut

Auf dem städtischen Friedhof Am Wall steht ein „polnisches Gräberdenkmal“, das im Jahre 1946 aufgestellt wurde nach der Verordnung der britischen Militärregierung. Dieses Denkmal wurde nach den polnischen Plänen von dem Künstler geschaffen. Die Inschrift in der polnischen Inschrift in die deutsche Sprache lautet: ,,Den gefallenen und toten Landsleuten in der Fremde – die Polen aus Höxter 1946. Selig sind die Toten, die im Herrn sterben.“ An der Rückseite der Säule befinden sich mehrere Grabsteine: rechts 12 Grabsteine (mit Namen von Erwachsenen); links 15 Grabsteine mit den Namen von früh gestorbenen Kindern.

Denkmal – Vorderseite

,,Polnisches Denkmal“ rechte Seite“

,,Polnisches Gräberdenkmal“ links

Am Gräberdenkmal stehen zwei kleine Erinnerungstafeln, die uns belehren, dass wir die schreckliche Zeit des NS-Regimes, in der mehrere polnische Zwangsarbeiter in Höxter ums Leben kamen, überstanden haben. Die meisten waren in der Landwirtschaft tätig und nur wenige in den örtlichen Betrieben. Es wurden nicht nur Erwachsene, sondern auch Kinder ausgebeutet.

Grabmal. Wilhelm und Marie Oppermann

Grab der Familie des Rektors Lange

Grabstein – Familie Willemsen

Grab – Familie Dettmering

Grab von Heinrich Brust

Auf dem Friedhof Am Wall befindet sich das Grabmal von Conrad Beckhaus. Conrad Beckhaus (1821–1890) war ein deutscher evangelischer Theologe und Botaniker. Er kam 1847 nach Höxter als Hilfsprediger und Rektor der Bürgerschule. Im Jahre 1851 wurde Conrad Beckhaus Stadtpfarrer in der Kilianikirche (das Bild links). Der Justizrat Justus Klingemann aus Höxter, der den Anschluss der Stadt an das deutsche Eisenbahnnetz richtig vorantrieb. Dank der Tätigkeit von Klingemann wurde Höxter angeschlossen (das Bild in der Mitte). Das Kriegerehrenmal aus dem Jahr 1926 befindet sich direkt dort, wo ursprünglich, wie ich vermute, der zentrale Eingang zum Alten Friedhof am Friedhofwall war. Kriegerehrenmal wurde hier aufgestellt in der Zeit, als der Friedhof an der Stadtmauer schon aufgegeben wurde. Wahrscheinlich gab es mehrere Eingänge zum Friedhof, weil an der Stelle, wo heute das Stadthaus in der Westerbachstraße 45 steht, eine Petrikirche, die im Jahre 1810 abgerissen wurde, und eine Bürgerschule (heute das Stadthaus) erbaut wurden.

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