
Im Westen des Kreises Höxter bietet sich die Burg Dringenberg als Ausflugsziel aus mehreren Gründen an. Die exponierte Lage des mehr als 700 Jahre alten Gebäudes auf 300 Metern Höhe bietet von außen schöne Blicke in das Umland und gleichzeitig Fotomotive mit Sicht auf und in das imposante Gemäuer. Im Inneren werden die weitläufigen Räumlichkeiten bei freiem Eintritt vorwiegend als Museum genutzt, mit mehreren unterschiedlichen Themenschwerpunkten. Ortsansässige Vereine nutzen weitere Räumlichkeiten für ihre Zwecke. Außerdem kann standesamtlich in der seit 1983 wunderbar renovierten Kapelle geheiratet werden.
Geschichte:
Die ursprüngliche Burg wurde im kirchlichen Auftrag bereits im Jahre 1323 fertiggestellt. Während des 30jährigen Kriegs wurde die Burg des Öfteren angegriffen und stark beschädigt, aber wieder aufgebaut. Seit ca. 1550 existiert die Burg ungefähr in der heutigen Form und wurde seitdem nur unwesentlich erweitert. Über Jahrhunderte zunächst genutzt als Sommerresidenz der Paderborner Fürstbischöfe, ging die Burg im Zuge der Säkularisation um 1800 in staatlichen Besitz über und wurde ab 1825 von der Stadt Dringenberg bis 1975 als Verwaltungssitz genutzt. Heute gehört sie der Stadt Bad Driburg.
Aktuelle Sonderausstellung im Bereich Kunst:
Neben den verschiedenen festen Ausstellungen findet im großen Rittersaal noch bis zum 17.05.2026 die Ausstellung „Von überall nach Dringenberg“ statt. Dort zeigt die rheinische Kunstgruppe ArtAzurri, ehemalige Studenten der Freien Kunstakademie Bonn,großformatige und farbstarke Acrylmalerei auf Leinwand, die zwischen figurativen und abstrakten Motiven pendelt. Organisiert wurde die Ausstellung vom Kunst- und Kulturverein ARTD Driburg.
Ständige Ausstellungen:

Weitläufig verteilt über mehrere Stockwerke, auch durch sehenswerte Gewölbekeller, befinden sich Ausstellungen zu unterschiedlichen Themen, die nicht unmittelbar mit dem ursprünglichen Burgleben zu tun haben:
- historisches Brauhaus, das gleichzeitig als Eingang dient
- Heimatstuben, wunderbar möblierte Wohnkultur von 1880–1940
- eine Amtsstube
- eine Schusterwerkstatt
- eine Drechselstube
- örtliche Forstwirtschaft mit vielen Videos aus der Vergangenheit
- interaktive Naturkundeausstellung mit mehr als 60 Exponaten von ausgestopften, heimischen Tierarten, sowie zahlreichen Schmetterlingen und Faltern
- Glasausstellung zur Geschichte der zahlreichen Glashütten rund um Siebenstern
Öffnungszeiten:
Öffnungszeiten des Burgmuseums (April–Okt.):
– Freitag: 14.00–17.00 Uhr
– Samstag: 14.00–17.00 Uhr
– Sonn- und Feiertag: 11.00–17.30 Uhr
Eintritt frei
Eine Bushaltestelle befindet sich unmittelbar vor dem Gelände, Burgstraße 33.




