Moorerlebniswelt und Glasmuseum in Bad Driburg

Zentral in der Fußgängerzone und nah beieinander befinden sich 2 Gebäude mit thematisch unterschiedlichen Ausstellungen, die aber gleichzeitig mit der Geschichte und Wirtschaft der Stadt Bad Driburg in Zusammenhang stehen. Erfreulicherweise sind beide eintrittsfrei.

Die Moorerlebniswelt:

Bei der 2024 eröffneten Moorerlebniswelt handelt es sich um eine interaktive Ausstellung über den Lebensraum Moor an sich, Kuriositäten rund ums Moor wie Moorleichen oder Trinkmoor und sie setzt auch geschichtliche Bezugspunkte mit Moor als Heilmittel der Kurstadt Bad Driburg.

Das Gebäude ist außen und innen sehr modern gestaltet und teilt sich auf in 5 Themenschwerpunkte, selbst betitelt mit technisch ausgestatteten Erlebnisräumen, die zum Mitmachen einladen. Am besten gefallen hat mir der preisgekrönte Dokumentarfilm, der den Lebensraum Moor auf einer sehr großen, halbrunden Leinwand mit einigen Spezialeffekten in Szene setzt.

Öffnungszeiten:

Montag bis Freitag 10–17 Uhr
Samstag, Sonntag 11–17 Uhr
Letzter Einlass immer 16 Uhr.

An den meisten Feiertagen geschlossen

Eintritt frei

Lange Straße 87–89

Das Glasmuseum:

Auf 3 Etagen sind Hunderte von Exponaten zu sehen, die die langjährige Geschichte der Glaswirtschaft in der Umgebung Bad Driburgs darstellen. Dabei sind nicht nur die veredelten Endprodukte der Glasherstellung zu sehen, sondern auch die technische und historische Entwicklung wird ausführlich dargestellt. Optische Highlights bilden die Stücke von professionellen Glaskünstlern, welche Edelmetalle und andere Materialien mit Glas verbinden und daraus Kunstwerke erschaffen.

Vormerken sollte man sich diesbezüglich den 21. Juni 2026, dann startet eine Sonderausstellung unter dem Titel „Fabelhafte Glaswunder“ des international renommierten Künstlers Ottmar Alt, der aus Glas farbenfrohe Kunst im Popart-Stil anfertigt.

Geschichte:

Da in der hiesigen waldreichen Gegend ausreichend Holz sowie Kalk und Sand als Rohstoffe zur Verfügung standen, startete die Geschichte der Glasherstellung hier schon vor 900 Jahren. Der eigentliche Aufschwung begann allerdings erst um 1532, als im großen Stil sogenannte Wanderglasmacher angeworben wurden, die Waldglashütten aufbauten und diese so lange nutzten, wie Holz in der Nähe vorhanden war. Danach zogen sie ein Stück weiter.

Das Ende der Waldglashütten kam, als Bad Driburg 1864 an die Eisenbahn angeschlossen wurde und Kohle günstig für eine große Industrieproduktion herangeschafft wurde. Bis heute entwickelte sich der Glas- und Veredelungshandel immer weiter, während die reine Glasproduktion schrittweise eingestellt wurde.

Öffnungszeiten:

Samstag: 14–17 Uhr

Sonntag: 14–17 Uhr

Eintritt frei

Schulstr. 7

Spezialtipp Bad Driburg für 2026:

In diesem Jahr ist der Eintritt in den gräflichen Kurpark frei.

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