Einsamkeit betrifft viele Menschen, unabhängig von Alter oder Lebensumständen. Mit dem Gefühl der Isolation müssen sich immer mehr Leute auseinandersetzen. Ziel ist es, praktische Achtsamkeitsübungen vorzustellen, die dabei helfen sollen, Einsamkeit vorzubeugen und die eigene emotionale Gesundheit zu fördern.

Was versteht man unter Einsamkeit?
Einsamkeit ist ein Gefühl, das weniger mit der Anzahl der Kontakte zu tun hat, sondern mehr mit der Qualität der Beziehungen und dem Empfinden, nicht verstanden zu werden. Es ist ein Zwiespalt zwischen den gewünschten und den tatsächlichen sozialen Beziehungen des Menschen. Hierbei muss man zwischen Einsamkeit und Alleinsein unterscheiden. Alleinsein ist der Zustand, der frei von persönlichen Bewertungen ist, während Einsamkeit eine Gefühlslage fehlender Verbindung ist. Zum Beispiel kann man allein und glücklich sein, sich aber unter Menschen einsam fühlen. Einsamkeit belastet oft negativ und braucht in vielen Fällen sogar professionelle Unterstützung.
Was versteht man unter Achtsamkeit?
Achtsamkeit bedeutet, nachzufühlen, wie es einem im jeweiligen Moment geht und was dieser mit einem macht. Gedanken und Gefühle zu akzeptieren, ohne sie als gut oder schlecht zu bewerten. Achtsamkeit hilft, Stress zu reduzieren, innere Ruhe, Akzeptanz und Klarheit zu finden. Sie hilft uns, Gesundheit und Wohlbefinden zu fördern und herauszufinden, warum bestimmte Situationen für uns besonders fordernd sind.

Wie erkennt man Einsamkeit?
Einsamkeit erkennt man an emotionalen, psychischen und körperlichen Anzeichen.
Zum Beispiel durch Rückzug, Traurigkeit, Angst, depressive Verstimmung, Schlafstörungen, Appetitlosigkeit.
Oft äußert sich Einsamkeit auch in bestimmten Sätzen wie „Ich will nicht stören“ oder „Bestimmt hast du Wichtigeres zu tun“ und dem Gefühl, von anderen nicht verstanden zu werden.
Psychische und emotionale Anzeichen der Einsamkeit sind zum Beispiel weniger Interesse an Hobbys oder alltäglichen Aufgaben. Weniger Kontakte zum sozialen Umfeld und Absagen von Treffen. Das Gefühl, anderen zur Last zu fallen oder nicht wertgeschätzt zu werden.
Körperliche Anzeichen von Einsamkeit können ständige Müdigkeit und Energiemangel sein. Auch ein erhöhtes Stresslevel und Appetitlosigkeit können dazugehören.
Weitere Anzeichen können soziale Isolation sein, wie der Rückzug von gemeinsamen Aktivitäten oder das Vermeiden von Telefonaten und Fragen nach Hilfe.
Haustiere gegen Einsamkeit
Haustiere können uns gegen Einsamkeit helfen, indem sie unser Wohlbefinden stützen. Haustiere bieten uns soziale Unterstützung, können unser Wohlbefinden verbessern und bringen Struktur in unseren Alltag. Wenn wir Tiere streicheln, setzt unser Körper das „Kuschelhormon“ Oxytocin frei, welches den Blutdruck verringert, für Entspannung sorgt und somit hilft, Stress zu reduzieren.
Viele Menschen sind der Meinung, dass der Kontakt zu Tieren hilft, Einsamkeit zu reduzieren, und dass sie sich somit weniger isoliert fühlen.
Besonders Hunde können dabei hilfreich sein, sich weniger einsam zu fühlen und depressive Symptome zu mindern. Das liegt vor allem daran, dass sie uns dazu animieren, draußen aktiv zu sein. Durch regelmäßige Spaziergänge fördern Hunde auch unsere sozialen Kontakte.
Im Gegensatz zu Hunden stellen Katzen eine gute Option für alle dar, die nicht so viel Zeit für die Pflege ihres Haustieres haben, aber dennoch emotionale Verbindung suchen.





