Flaschengarten

Ein Flaschengarten ist in erster Linie eine schöne Dekoration, die die Verbundenheit zur Natur zeigt.

Richtig angelegt ist er jedoch mehr. Mit dem richtigen Aufbau und der richtigen Bepflanzung wird aus einem Dekoartikel ein funktionierendes Mini-Ökosystem.

Funktionsweise

Um aus einem einfach bepflanzten Dekoglas ein funktionierendes Ökosystem zu bekommen, ist es wichtig, auf einige Kleinigkeiten zu achten.

Damit das Ökosystem sich selbst am Leben erhalten kann, ist es erforderlich, den Wasser- und Sauerstoffverbrauch zu regulieren. Deshalb muss schon bei der Wahl der Pflanze darauf geachtet werden.

Pflanzen, die Feuchtigkeit lieben, sind hier zu bevorzugen. Wie z. B. Moose, Zierpfeffer, Fittonia, kleinere Farne, kleinblättriger Efeu oder auch Mini-Orchideen.

Um die Feuchtigkeit innerhalb des Gartens zu regulieren, ist eine Drainage unabdingbar. Diese sollte aus Blähton, Pflanzengranulat, Ziegelsplit oder Lavagestein bestehen. Somit kann überschüssiges Wasser versickern und von der Drainage gespeichert werden, um später wieder freigegeben werden zu können.

Als Schutz vor Schimmel empfiehlt sich eine Schicht aus Aktivkohle bzw. zerkleinerter Holzkohle. Springschwänze als natürliche, lebende Variante sind übrigens genauso effektiv.

Die verwendete Erde sollte nährstoffarme Aussaaterde sein, damit die gesetzte Pflanze nicht innerhalb kürzester Zeit aus ihrem neuen Zuhause herauswächst.

Aufbau

Die erste Schicht eines Flaschengartens besteht aus Blähton, Hydrogranulat, Ziegelsplit oder Lavagestein. Sie ist das Fundament und die Drainage für überschüssiges Wasser.

Die zweite Schicht bildet Aktivkohle (wahlweise auch zerkleinerte Holzkohle). Diese hat die Eigenschaft, Schimmelsporen zu vermeiden bzw. zu neutralisieren. Sie ist wichtig, damit innerhalb des Ökosystems kein Schimmel entsteht.

Auf die Aktivkohle kommt jetzt die Erde, in die die Pflanze gesetzt wird. Diese sollte, wie bereits erwähnt, nährstoffarm sein, damit die Pflanzen nicht innerhalb kürzester Zeit zu groß für den Flaschengarten werden.

Der Rest ist reine Geschmackssache. Auf die Erde habe ich in unserem Beispiel eine Schicht Moos gegeben, da dieses hilft, die Feuchtigkeit innerhalb des Ökosystems zu kontrollieren.

In meinem Fall habe ich noch mit einem getrockneten Zapfen und einer LED-Leuchte unter dem Deckel dekoriert. Der Freiheit sind hier kaum Grenzen gesetzt, solange die Deko nicht aktiv in die Vorgänge des Ökosystems eingreift.

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