
Nicht nur in Deutschland wird überall laut und fröhlich Fasching gefeiert; es gibt mehrere Länder, in denen der Karneval eine große kulturelle Rolle spielt. Zum Beispiel: Rio de Janeiro in Brasilien, Italien, Portugal, Spanien, Großbritannien, die USA (New Orleans), Österreich, die Schweiz, Frankreich, Belgien, Kanada usw.. In meinem Artikel möchte ich Ihnen eine kurze Geschichte über Faschingsfeste in anderen Ländern erzählen.
Karneval in Nizza (Frankreich)
Das Faschingsfest dauert in Nizza zwei Wochen lang. Dieser französische Karneval hat eine Besonderheit: eine riesige künstliche Königsfigur, die bei den Paraden und Umzügen nicht fehlen darf. Seit dem Jahr 1830 wird in der Stadt jährlich eine Parade mit verkleideten und maskierten Teilnehmern durchgeführt. Anlass war der Besuch des Königs von Sardinien im Jahre 1830, der von der Bevölkerung in bunten und fröhlichen Kostümen mit Masken empfangen und bejubelt wurde.
Dieses Ereignis wurde ab dem nächsten Jahr zu einer Tradition unter der Bezeichnung „Karneval in Nizza“ erklärt. Deswegen ist auch die riesige Königsfigur ein Muss des Faschings. Am letzten Tag des Karnevals wird die Königsfigur auf ein kleines Boot gebracht und auf das Mittelmeer gelassen, wo sie verbrannt wird. Nachdem die Königsfigur vollständig abgebrannt ist, findet ein großes öffentliches Feuerwerk an der Baie des Anges statt.
Dieser Karneval wird jährlich im Februar mit bunten, fröhlichen Umzügen (Korsos) auf der Place Masséna durchgeführt. Große Figuren und zahlreiche Blumenwagen begleiten den Umzug. Traditionell werden von den verkleideten und oft maskierten Karnevalisten Blumen von den Wagen zu den Zuschauern geworfen. Wie in Deutschland gibt es auch beim Karneval von Nizza jährlich ein neues Motto für die Paraden, das die Umzüge und die Kostüme stark beeinflusst.
Der Karneval in Nizza lockt jährlich viele Tausende Besucher an. Blumen gehören zu den wichtigsten Elementen des Faschings. Gleichzeitig sind sie eine bedeutsame Werbung für die lokale Blumenproduktion. Jährlich werden eine neue Blumenkönigin und 18 neue Blumenbotschafterinnen unter den Mitgliedern des Karnevalsvereins gewählt. Es gibt Nacht- und Tagesparaden mit vielen Großfiguren und zahlreichen Straßenkünstlern. Der Eintritt ist kostenpflichtig und hängt von der Veranstaltung sowie der Sitzplatzkategorie ab; zum Beispiel zahlt man für die Tagesparaden auf der Place Masséna 23 Euro und für die Nachtparaden 28 Euro.
Der Karneval in Nizza gehört zu den größten Faschingsfesten der Welt. In den letzten Jahren besuchten dieses Fest jährlich über 400.000 Menschen. Pflicht ist auch die laute und lustige Musikbegleitung. In der Regel findet dieser weltweit berühmte Karneval in der zweiten Hälfte des Monats Februar statt. Erste kostümierte Paraden in Nizza wurden bereits im Jahre 1294 durchgeführt, wie mehrere schriftliche Quellen beweisen. Die moderne Version des Karnevals wurde erstmals im Jahre 1873 organisiert und abgehalten.
Faschingsfest in Österreich
In Österreich wird Fasching ebenfalls gefeiert, aber der Beginn liegt viel früher als in Deutschland. Am 11. November um 11:11 Uhr startet jährlich die Faschingszeit und wird bis zum Faschingsdienstag vor Aschermittwoch gefeiert. Hauptsächlich sind es lokale Umzüge und Maskenparaden, aber eine gemeinsame Tradition gibt es im ganzen Land: den Verzehr von Faschingskrapfen. In dieser Karnevalszeit wird überall fröhlich, laut und ausgelassen gefeiert. Laut österreichischen Legenden soll das laute, bunte und fröhliche Faschingsfest den kalten Winter mit den bösen Geistern vertreiben.
Der Dienstag ist der abschließende Festtag mit dem Höhepunkt: ein maskierter und bunt verkleideter Umzug, der lokal durchgeführt wird (ähnlich wie der Rosenmontagsumzug in Deutschland). Zum Beispiel werden in Regionen Oberösterreichs am „Rosenmontag“ in fast allen Ortschaften Umzüge durchgeführt; die Teilnehmer verkleiden sich in alte Lumpenkostüme und marschieren mit musikalischer Begleitung fröhlich los. In Tirol trägt jeder kostümierte Karnevalist eine bemalte Holzmaske. In den Dörfern und Städten der Steiermark werden in der Karnevalszeit zahlreiche Faschingsrennen veranstaltet. Die Umzüge werden von den sogenannten „Trommelweibern“ angeführt – einer Männergruppe, die in weiße Frauenkostüme gekleidet und mit Trommeln unterwegs ist.
In Österreich ist der Faschingsdienstag kein offizieller Feiertag wie der Rosenmontag, aber in manchen Regionen wird nur bis Mittag gearbeitet. Die Umzüge und Veranstaltungen in der Faschingszeit werden stets von Livemusik begleitet. Die meisten Bräuche des Faschingsfestes haben einen heidnischen Ursprung. In der Vergangenheit wurden beispielsweise durch die Umzüge am Rosenmontag die Götter fröhlich begrüßt, um das Böse zu vertreiben. Am Faschingsdienstag werden in der Regel verschiedene Theaterstücke von den Teilnehmern des Karnevals vorgetragen.
Ein besonderer Umzug wird in Villach durchgeführt. Er findet am Samstag statt, und überall hört man den Faschingsgruß „Lei-Lei“. Die Sitzungen des Karnevalsvereins in Villach sind voll bestückt mit bunten musikalischen Programmen und werden von einem Faschingsprinzen und einer Faschingsprinzessin geleitet. Besonders im Westen und Süden des Landes wird Fasching aktiv mit viel Lärm, Musik, Tanz und Satire gefeiert. Bekannt ist zudem der Ebenseer Fetzenzug, der von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Er findet am Faschingsmontag statt. Die Karnevalisten verkleiden sich in sogenannte „Fetzenkostüme“ und tragen einen alten, gelöcherten Hut. Als Pflicht gilt, dass alle Teilnehmer bunt bemalte Holzmasken tragen müssen. Der Umzug trifft sich am Gasthaus im Stadtteil Kohlstatt und zieht bis zum Rathaus; dabei machen die maskierten Karnevalisten Späße über die Zuschauer und singen laut lyrische sowie satirische Lieder. Begleitet wird der Umzug vom speziellen „Parapluie-Marsch“. Der Fetzenzug in Ebensee wurde vor ungefähr 120 Jahren erstmals organisiert und durchgeführt.
Fasching in Schweiz
In der Schweiz wird Fasching im ganzen Land laut und lustig gefeiert; kostümierte Umzüge werden überall organisiert und durchgeführt. In der Schweiz wird Fasching „Fasnacht“ genannt. Es ist ein sehr beliebtes Volksfest am Ende des Winters. Die Kälte und die Bösewichte werden mit Guggenmusik (Blasmusik), Masken und kostümierten Umzügen vertrieben, um den Frühling anzulocken. Besonders bekannt im Land sind die Basler Fasnacht (die nach Aschermittwoch beginnt), die Luzerner Fasnacht und der Rabadan im Tessin.
Jede Region hat ihre eigenen Bräuche und Regeln, was den Verlauf der Karnevalszeit angeht. Die meisten Umzüge finden jährlich im Februar und März statt. Ein wichtiger Bestandteil der Fasnacht sind die zahlreichen vorgetragenen satirischen Lieder und Erzählungen, die in der Schweiz als „Schnitzelbänke“ bezeichnet werden. Auf den Straßen und in öffentlichen Gebäuden werden Ess- und Trinkstände aufgestellt, an denen man gegen Bezahlung Speisen und Getränke erhält. Das traditionelle Gebäck der Fasnacht sind die „Fasnachtskiechli“ oder kleine Küchlein aus Hefeteig in der Größe einer Pflaume, die reichlich mit Puderzucker bestreut werden (Fasnachtsschüchli).
Die Basler Fasnacht ist beispielsweise der größte Karneval in der Schweiz und dauert ununterbrochen drei volle Tage (72 Stunden). Mit lauter und fröhlicher Musik ziehen die bunt kostümierten und maskierten Karnevalisten durch die Stadt. Am Montagmorgen um 4 Uhr wird in Basel die gesamte Straßenbeleuchtung abgeschaltet; die Teilnehmer des Umzuges ziehen dann mit brennenden Laternen oder Fackeln durch die Straßen, um die Stadt zu beleuchten. Die Laternen können bis zu vier Meter hoch sein. In der Stadt Luzern wird die Fasnacht sechs Tage lang gefeiert.
Der schweizerische Fasnachtsbrauch „Rabadan“ (was als „Fest des Lärms“ übersetzt werden kann) wird jährlich traditionell in Bellinzona gefeiert. Dieses Fest beginnt am Donnerstagabend, nachdem der Stadtpräsident die provisorischen Stadtschlüssel an den König Rabadan übergibt. Bis zum Dienstag (dem Tag vor Aschermittwoch) wird dieses regionale Fasnachtsfest gefeiert. Am Samstagabend wird ein großes Guggenmusik-Konzert in der Stadthalle veranstaltet. Am Sonntagnachmittag findet der kostümierte Umzug statt, der durch die Altstadt zieht. Die erste Sitzung des Karnevalsvereins in Bellinzona wurde im Jahre 1862 abgehalten, und 1875 wurde der erste Fasnachtsumzug durchgeführt.
Sehr beliebt in der Schweiz sind die Straßenfasnachten mit ihren Umzügen. In der Stadt Solothurn wird der festliche Umzug durch die Altstadt von traditionellen Fackelträgern in weißen Nachthemden und Zipfelmützen angeführt. Bis zum Jahr 2024 hieß dieses Straßenfest „Märetfescht“. Es bietet zahlreiche Veranstaltungen, Konzerte und Attraktionen und vereint alte sowie neue Merkmale des Festes. Dieses Straßenfest zieht immer mehr Besucher an; jährlich kommen über 100.000 Menschen nach Solothurn, um sich das Spektakel anzusehen.
Fasching in Großbritannien
Die Karnevalszeit in Großbritannien wird von Jahr zu Jahr immer beliebter. Besonders weltweit bekannt ist das Faschingsfest unter dem Namen „Notting Hill Carnival“ in London. Dieser englische Straßenkarneval ist das größte Fest dieser Art in ganz Europa. Das Fest beginnt jährlich am letzten Augustwochenende („Bank Holiday“) und dauert zwei Tage durchgehend. An diesen zwei Festtagen besuchen den „Notting Hill Carnival“ über zwei Millionen Menschen.
Das Fest wurde durch die internationale Kultur beeinflusst, die von karibischen Einwanderern nach England gebracht wurde. Das erste Fest wurde im Jahre 1966 mit großem Erfolg durchgeführt, was die Organisatoren dazu bewegte, jährlich ein solches Straßenfest in London zu veranstalten. Pflichtelemente des Events sind: internationale Kultur, Steelbands (Musikgruppen, die auf afrikanischen Trommeln spielen), Calypso (eine weibliche Gestalt der griechischen Mythologie – Nymphen und Nereiden), bunte Kostüme und Street Food (Speisen und Getränke für die Zwischenmahlzeit).
Dieses Straßenfest findet im Westen Londons, im Stadtteil Notting Hill, statt. Am Sonntag wird ein großer Kinderkarneval mit einem kostümierten Umzug veranstaltet. Am Montag findet die Hauptparade statt, an der mehrere Hundert Karnevalisten teilnehmen. In den späten 1950er Jahren veranstalteten Einwanderer aus der Karibik in London erstmals ein Straßenevent gegen Rassismus als Protest, um gleichzeitig allen von ihrer Kultur zu erzählen. Zu diesem fröhlichen Fest wurden alle Londoner eingeladen. Heute werden im Stadtteil Notting Hill über 40 Bühnen aufgestellt, zahlreiche Musiker und Sänger eingeladen und karibisches Essen vorbereitet. Es gibt zahlreiche Imbissbuden mit internationalen Speisen und Getränken. Die Teilnehmer tragen bunte Kostüme und fröhlich bemalte Masken. Wegen gewaltsamer Angriffe auf das Fest in der Vergangenheit wird dieses Event streng von der Polizei überwacht.
Am Samstag beginnt das Fest mit dem Wettbewerb der Londoner Steelbands („Panorama“). Der Höhepunkt findet am Sonntag mit dem Straßenfest „J’ouvert“ und dem kostümierten Umzug der Kinder und Jugendlichen statt. Der Kinderumzug wird von Erwachsenen des Karnevalsvereins angeführt und begleitet. Der Umzug am Montag hat in der Regel eine festgelegte Route von fünf Kilometern und führt durch alle Hauptstraßen. Der Faschingsmontag ist in Großbritannien ein arbeitsfreier Tag.
Allgemein ist Fasching in England im Februar eine kulinarische Tradition ohne laute Musik, Lärm und Tanz. Die Zeit wird besinnlich verbracht. Fasching wird in England als „Shrove Tuesday“ oder „Pancake Day“ bezeichnet; es ist der Dienstag vor Aschermittwoch. An diesem Tag wird eine englische Tradition wieder ins Leben gerufen: das „Pfannkuchenrennen“ (Pancake Races). Alle Teilnehmer ziehen bunte und lustige Kostüme an, nehmen eine Pfanne (egal welcher Größe) mit einem Pfannkuchen in die Hand und rennen gleichzeitig los. Wie lange die Strecke ist, entscheiden die Veranstalter selbst; es gibt keine festgelegte Route. Während des Laufens muss der Pfannkuchen ohne Anzuhalten gewendet werden, sodass er nicht aus der Pfanne fliegt. Gewinner ist der Teilnehmer, der als Erster am Ziel ist und den Pfannkuchen am häufigsten gewendet hat. Eine andere englische Tradition des Faschings ist es, mehrmals am Tag Pfannkuchen zu essen. Umzüge gibt es im Februar nicht.
Karneval in Brasilien
Der bekannteste brasilianische Karneval wird in Rio de Janeiro gefeiert. Dieser Karneval ist eines der größten kostümierten Straßenfeste weltweit. Der Karneval in Rio de Janeiro lockt jährlich mehrere Millionen Menschen an. Er findet in der Regel im Februar oder März statt; er beginnt am Freitag und wird am Dienstagabend vor Aschermittwoch feierlich beendet. Die wichtigste Tradition der Faschingszeit in Brasilien sind die Samba-Paraden, die im ganzen Land auf den Straßen durchgeführt werden.
Eine Besonderheit sind die Samba-Paraden in Rio de Janeiro, die jährlich auf dem speziellen Sambodrom stattfinden. In Brasilien wird dieser Straßenkarneval „Blocos“ genannt. Die Teilnehmer sind in bunten, glitzernden Kostümen verkleidet und tanzen in Sambarythmen durch das Sambodrom. Der brasilianische Karneval richtet sich jährlich nach dem Osterfest und wird 47 Tage davor laut, musikalisch und tanzend gefeiert. Die Top-Samba-Parade ist der Höhepunkt des Faschingsfestes. In den größten Städten des Landes ziehen mehrere Musikgruppen in Begleitung von Sambatänzern durch die Hauptstraßen. Auf den Straßen stehen zahlreiche Zuschauer und bejubeln diesen Umzug. Umzüge durch die Städte sind in Brasilien eine alte und beliebte Tradition der Karnevalszeit, wobei diese Umzüge nicht so organisiert sind wie in Deutschland.
Die Straßenumzüge wurden im 17. Jahrhundert von den Portugiesen nach Brasilien gebracht. Im Laufe der Zeit entwickelte sich der brasilianische Karneval zu einem besonderen Fest, in dem sich der Salonkarneval mit nationalen Straßenfesten vermischte. Erstmals wurden in Brasilien in den 1640er Jahren Straßenfeste dokumentiert, die dem griechischen Weingott Dionysos gewidmet waren. Die heutige Form des Karnevals wurde im Jahre 1840 von den Portugiesen erstmals organisiert und durchgeführt. Dieses Faschingsfest wurde so beliebt, dass es zu einer jährlichen Tradition wurde. Ursprünglich trug der Straßenkarneval den Namen „Entrudo“. Laute Musik, viel Tanz und Gesang gehörten schon immer zum Karneval. Der Samba-Tanz kam erst im Jahre 1917 durch den kulturellen Einfluss von Einwanderern aus afrikanischen Ländern in das Programm des Faschings.
Der Karneval in Rio de Janeiro beginnt traditionell mit der Übergabe des provisorischen Stadtschlüssels durch einen Mitarbeiter der Stadtverwaltung an den König Momo. König Momo ist die wichtigste Symbolfigur des Karnevals. Er trägt ein leuchtend blaues Karnevalskostüm und wird stets von der Karnevalskönigin und zwei Prinzessinnen begleitet. Nach der feierlichen Übergabe des Stadtschlüssels beginnt das Faschingsfest. Die Sambaparaden auf dem Sambodrom werden von einem Team aus Mitarbeitern des Tourismusbüros der Stadt und Vertretern der Liga der Sambaschulen organisiert und durchgeführt. Dieser jährliche Karneval wird live im Fernsehen übertragen. Jedes Jahr hat der Karneval ein neues Thema, an das die Kostüme der Karnevalisten angepasst werden.
Der Wettbewerb der Sambaschulen ist streng reglementiert, und die Reihenfolge der einzelnen Paraden wird schon vor Beginn des Karnevals festgelegt. Die Reihenfolge wird durch Losziehen bestimmt. Am Karnevalssonntag finden dann die Paraden der Sambaschulen statt. Sechs Sambaschulen werden in einer Parade zusammengefügt. Die Teilnehmer werden in 40 Gruppen mit acht Festwagen aufgeteilt. Die Parade wird auf dem 700 Meter langen Sambodrom mit mehreren Arenen festlich durchgeführt. Sie beginnt um 21 Uhr und dauert über zehn Stunden pro Festtag. Die Tanzschule, die den Wettbewerb gewinnt, bekommt eine große Geldsumme; auch die zweit- und drittplatzierten Sambaschulen werden mit Preisgeldern belohnt.
Wie in den USA Fasching gefeiert wird
In den USA wird Fasching nicht überall gefeiert. In diesem Land wird er nicht so aktiv begrüßt wie in Deutschland. In den Regionen, in denen Fasching gefeiert wird, trägt er den lustigen Namen „Fetter Dienstag“ (Mardi Gras). Beliebt ist der Karneval in den Südstaaten, besonders in New Orleans (Louisiana) und Mobile (Alabama). Die Faschingssaison beginnt am Dreikönigstag (6. Januar) und endet offiziell erst am 17. Februar. In New Orleans und auch in Mobile werden farbenfrohe, lustige und satirische Umzugswagen auf den Straßen präsentiert. Zahlreiche Paraden und Maskenbälle finden während der Karnevalszeit in vielen Regionen des Südens statt.
Hier sind die korrigierten Fassungen für die Abschnitte Italien, Portugal und Belgien. Ich habe die Grammatik und Rechtschreibung verbessert, dabei jedoch den ursprünglichen Inhalt und Stil Ihres Textes vollständig beibehalten.
Karneval in Italien (Venedig)
Der Karneval in Venedig ist weltweit bekannt für seine prachtvollen Masken und historischen Kostüme. Das Fest beginnt offiziell zehn Tage vor Aschermittwoch. Der Ursprung des venezianischen Karnevals reicht bis in das 12. Jahrhundert zurück. Damals feierte die Bevölkerung den Sieg über den Patriarchen von Aquileia. Im Laufe der Jahrhunderte entwickelte sich das Fest zu einem Symbol für Freiheit und Anonymität, da die Masken die sozialen Unterschiede zwischen den Bürgern aufhoben.
Ein Höhepunkt des Karnevals ist der „Engelsflug“ (Volo dell’Angelo), bei dem ein Artist an einem Stahlseil gesichert vom Glockenturm des Markusdoms auf den Markusplatz hinabschwebt. Überall in der Stadt finden prunkvolle Maskenbälle, Theateraufführungen und Konzerte statt. Auf den Kanälen werden festlich dekorierte Boote für Wasserparaden genutzt. Die traditionellen Kostüme sind oft von der „Commedia dell’arte“ inspiriert, wie zum Beispiel die Figur des Harlekins oder des Pantalone. Am Faschingsdienstag endet das Spektakel mit einem großen Feuerwerk und dem symbolischen Verbrennen einer Strohpuppe, was das Ende des Winters und den Beginn der Fastenzeit markiert.
Faschingsfeste in Portugal
In Portugal wird der Karneval („Carnaval“) sehr lebendig und mit viel Rhythmus gefeiert. Besonders bekannt sind die Feierlichkeiten in Städten wie Ovar, Torres Vedras und auf der Insel Madeira. Der portugiesische Karneval hat eine lange Tradition, die bis in das Mittelalter zurückreicht. In vielen Regionen sind die Umzüge stark von brasilianischen Samba-Einflüssen geprägt, was auf die enge kulturelle Verbindung zwischen beiden Ländern zurückzuführen ist.
In Torres Vedras wird der Karneval als der „treueste Karneval Portugals“ bezeichnet, da er seine traditionellen Wurzeln ohne starke Kommerzialisierung bewahrt hat. Ein wichtiges Merkmal sind die „Matrafonas“ – Männer, die sich auf humorvolle Weise als Frauen verkleiden. Auf Madeira, insbesondere in Funchal, gibt es zwei große Umzüge: den Allegorischen Umzug am Samstag mit prächtigen Wagen und Kostümen sowie den „Cortejo Trapalhão“ am Dienstag, einen volkstümlichen Umzug, bei dem Satire und Spontaneität im Vordergrund stehen. Traditionelle Speisen während der Karnevalszeit in Portugal sind vor allem frittierte Teigwaren wie „Filhós“ oder „Malasadas“.
Karneval in Belgien (Binche)
Der Karneval von Binche in Belgien ist einer der ältesten und traditionsreichsten Karnevale Europas und wurde von der UNESCO zum Meisterwerk des mündlichen und immateriellen Erbes der Menschheit erklärt. Das Fest findet seinen Höhepunkt an den drei „fetten Tagen“ vor Aschermittwoch. Die zentralen Figuren dieses Karnevals sind die „Gilles“.
Am Faschingsdienstag treten die Gilles in ihren markanten Kostümen auf: Sie tragen Wachsmasken mit Brillen, grüne Hemden und Hosen, die mit Stroh ausgestopft und mit heraldischen Löwen verziert sind. Besonders beeindruckend sind die großen Hüte aus Straußenfedern, die sie während der Paraden tragen. Die Gilles tanzen zu traditioneller Trommelmusik und werfen Blutorangen in die Zuschauermenge – dies gilt als Symbol für Glück und Fruchtbarkeit. Es ist eine strenge Regel, dass man nur ein Gille sein darf, wenn man in Binche geboren ist oder seit vielen Jahren dort lebt. Neben den Gilles gibt es weitere traditionelle Figuren wie die „Pierrots“, die „Harlekins“ und die „Bauern“, die ebenfalls an den farbenfrohen Umzügen teilnehmen.
Hier ist die korrigierte Fassung des Abschnitts über Spanien, basierend auf deinem Dokument. Ich habe die Rechtschreibung und Grammatik korrigiert und den Text flüssiger gestaltet, ohne den Inhalt zu verändern:
Karneval in Spanien
In Spanien spielt der Karneval ebenfalls eine große kulturelle Rolle. Besonders bekannt ist der Karneval von Santa Cruz de Tenerife auf den Kanarischen Inseln, der eine Geschichte erzählt, die bereits im 16. Jahrhundert begann. Die Karnevalszeit startet dort jährlich Mitte Januar und dauert bis zur letzten Februarwoche.+2
Eine Woche vor dem Ende der Karnevalszeit findet in der Stadtmitte der große Umzug statt. Fast jeden Tag gibt es in Santa Cruz verschiedene Veranstaltungen, die musikalisch begleitet werden. Die Karnevalisten tragen bunte Kostüme sowie bemalte Masken, und die Festwagen sind in der Regel riesig und prachtvoll gestaltet.
In den letzten Tagen des Faschingsfestes wird eine satirische und humorvolle Tradition öffentlich dargestellt: die sogenannte „Beerdigung der Sardine“. Dabei wird eine Sardinenfigur aus Pappmaché in einem symbolischen letzten Gang von den Karnevalisten verabschiedet. Eine kleine Gruppe von Teilnehmern verkleidet sich als „Witwen“, welche die Sardine schließlich verbrennen. Am „Rosenmontag“ findet der große Umzug in der Reihe statt, und am Wochenende nach Aschermittwoch ist die Karnevalszeit beendet. Portugiesische Einwanderer brachten den Karneval einst auf die Insel Teneriffa.
Auch in mehreren anderen Städten Spaniens werden zur Karnevalszeit nächtliche Partys mit viel Musik, Gesang und Tanz abgehalten. In dieser Zeit sind Straßenfeste sowie zahlreiche satirische und musikalische Konzerte in Hallen und Palästen üblich. Überall hört man laute Live-Musik. Das Fest in den letzten Tagen wird von den Spaniern mit dem besonderen Namen „Piñata“ gekennzeichnet. Die Straßenmusikanten werden dort „Murgas“ genannt.




